Mit Zuversicht in die Zukunft
Am 4. Juni 2026 fasste die Vertreterversammlung die erforderlichen Beschlüsse zum Geschäftsjahr 2025. Den Abstimmungen gingen die Berichte von Vorstand und Aufsichtsrat voraus, die auf ein erneut erfolgreiches Jahr 2025 zurückblickten.
Vorstandsvorsitzender Daniel Kirsch eröffnete den Bericht des Vorstands mit einem Überblick über die aktuelle Lage am Wohnungsmarkt. „Die Wohnungsbaupolitik verlangt von uns inzwischen Fähigkeiten, die man früher der Zauberei zugerechnet hätte.“ Er begründete seinen Einwurf mit den überfordernden politischen Erwartungen an die Wohnungsunternehmen: mehr Wohnungen und Investitionen, niedrigere Mieten, klimaneutrale und barrierefreie Gebäude, weniger Versiegelung – „und natürlich alles gleichzeitig“. Erschwerend hinzu kommen weitere regulatorische und noch komplexere Vorgaben auf Landes- und Bundesebene.
Als Beispiele nannte Daniel Kirsch den Hamburger Klimaentscheid oder das geplante Gebäudemodernisierungsgesetz. Hier ist unter anderem vorgesehen, dass ab 2029 schrittweise nicht-fossile Brennstoffe wie Biogas zu Gas- und Ölheizungen beigemischt werden. „Unsere Mieterinnen und Mieter müssen mit noch komplizierteren Abrechnungen und vor allem mit höheren Heizkosten rechnen.“
Daniel Kirsch betonte, dass die HBH seit fast vier Jahrzehnten in energetische Maßnahmen investiert. „Wir können die Höhe der Energiekosten zwar nicht beeinflussen, aber mit unseren Modernisierungen versuchen wir, unseren Mitgliedern die Möglichkeit zu geben, den Verbrauch zu reduzieren.“
In seinem anschließenden Wirtschaftsbericht führte Vorstandsmitglied Alexander Schubert dazu aus: „In den nächsten zehn Jahren plant die HBH Investitionen für Modernisierung und Neubau von rund 200 Millionen Euro.“ Dies ist unter anderem durch gute Konditionen bei Kreditfinanzierungen sowie durch einen hohen Eigenkapitaleinsatz möglich. Nicht zuletzt signalisiert eine Eigenkapitalquote von 46,5 Prozent die Krisenfestigkeit der HBH.
So berichtete Alexander Schubert: „Die ausgezeichnete Bonität der HBH wird uns auch immer wieder durch die Banken bestätigt.“ Er ging in seinem Vortrag auch auf die Mietentwicklung und insbesondere auf die „zweite Miete“ ein. Die Betriebs- und Heizkosten machen inzwischen rund ein Drittel der Gesamtmiete aus. Kostentreiber sind hier vor allem die gestiegenen Beiträge für die Gebäudeversicherung sowie die Erhöhung des Fernwärmepreises zum 1. Juli 2026.
Im Anschluss berichteten Peter Axmann und Andreas Hunck für den Aufsichtsrat. Beide schlossen mit dem Fazit, dass die HBH sowohl mit ihren Geschäftszahlen als auch mit ihren Baumaßnahmen bestens aufgestellt ist. „Die Genossenschaft wird umsichtig gemanagt und kann mit Zuversicht in die Zukunft schauen“, betonte der Aufsichtsratsvorsitzende Peter Axmann.
Im weiteren Verlauf fasste die Vertreterversammlung die Beschlüsse zum Jahresabschluss und zur Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat. Sie folgte dem Gewinnverwendungsvorschlag und stimmte der Ausschüttung einer Bruttodividende in Höhe von 4 Prozent auf die eingezahlten Geschäftsguthaben zu. Alle Beschlüsse erfolgten einstimmig. Ebenfalls ohne Gegenstimmen beschloss die Vertreterversammlung eine Satzungsänderung mit geringfügigen Anpassungen und Klarstellungen zu bereits vorhandenen Inhalten, beispielsweise bei Anteilsübertragungen, sowie mit Neuerungen im Bereich der digitalen Kommunikation.
Turnusmäßig schieden die Aufsichtsratsmitglieder Ruth Breiholdt und Birgit Walter-Gothknecht aus ihrem Amt aus. Beide stellten sich erneut zur Wahl und wurden von der Versammlung jeweils einstimmig wiedergewählt.
Vorstand und Aufsichtsrat bedankten sich bei den Vertreterinnen und Vertretern für ihr Engagement und ihre Verbundenheit mit der HBH. Die Versammlung kam in dieser Besetzung zum letzten Mal zusammen. Direkt im Anschluss begann die Amtsperiode für die im März 2026 neu gewählte Vertreterversammlung.
Auf dem Foto:
Der Aufsichtsrat der HBH (v. li.): Eckhard Schönknecht (PR-Berater), Albert Feldkamp (Architekt), Ruth Breiholdt (Rechtsanwältin), Birgit Walter-Gothknecht (Dipl.-Betriebswirtin), Peter Axmann (Vorsitzender, Bankkaufmann), Andreas Hunck (stellv. Vorsitzender, Garten- und Landschaftsarchitekt)


