VERTRETERVERSAMMLUNG 2019

Ursprünglich für Anfang Juni geplant

Ursprünglich war die Vertreterversammlung für Anfang Juni geplant. Doch die vorgesehenen Räumlichkeiten waren für die Zusammenkunft des Gremiums unter Corona-Bestimmungen nicht geeignet. Um die Gesundheit der Vertreterinnen und Vertreter nicht zu gefährden, entschieden Vorstand und Aufsichtsrat, die Veranstaltung zu verschieben und einen passenden Versammlungsort zu finden. Schließlich konnte das Gremium am 3. September im Elbkuppel-Saal des Hotels Hafen Hamburg tagen. Der großzügige Raum bot ausreichend Platz für die 33 erschienenen Vertreterinnen und Vertreter, die für das Geschäftsjahr 2019 die erforderlichen Beschlüsse fassten.

Vorstandsvorsitzender Daniel Kirsch eröffnete den Bericht des Vorstands mit einer Bestandsaufnahme zur Covid-19-Pandemie. Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Krise auf die HBH waren bisher gering, da die Mitglieder ihre Nutzungsgebühren weiterhin zahlen konnten. Dank des großen Engagements der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden die Arbeitsabläufe innerhalb kürzester Zeit an die neue Situation angepasst. So war es auch unter erschwerten Bedingungen möglich, das Neubauprojekt „Tarpenbeker Ufer“ mit 102 Wohnungen zum geplanten Fertigstellungstermin vollständig zu vermieten und die Schlüssel fristgerecht an die neuen Bewohner zu übergeben.

Daniel Kirsch berichtete weiter, dass die Investitionen der HBH sich auch 2019 wieder auf sehr hohem Niveau bewegten. Insgesamt wendete die Genossenschaft 40,7 Millionen Euro für die Erweiterung und den Erhalt ihres Wohnungsbestands auf. Davon entfielen 29 Prozent auf die Instandhaltung, 11 Prozent auf die Modernisierung und 60 Prozent auf den Neubau.

In seinen Erläuterungen zum Jahresabschluss legte Vorstandsmitglied Andreas Paasch die Gründe für die im Vergleich zum Vorjahr um 20,7 Millionen Euro gestiegene Bilanzsumme dar: der Erwerb von Wohnungen, die Neubauaktivitäten und die Modernisierungsmaßnahmen. Die niedrigen Zinsen am Kapitalmarkt begünstigen auch weiterhin eine schnellere Entschuldung bei der Neuaufnahme von Darlehen.

Im Weiteren erläuterte Andreas Paasch die Mietenpolitik der HBH. Die durchschnittliche Nutzungsgebühr (Miete) pro Quadratmeter und Monat betrug 2019 für eine HBH-Wohnung 6,34 Euro. Sie stieg aufgrund der verlässlichen Mietenpolitik der Genossenschaft seit 2015 um weniger als 1,3 Prozent pro Jahr. Aufgrund der Covid-19-Pandemie verzichtet die HBH in 2020 auf alle Anpassungen der Nutzungsgebühren an die üblichen Entgelte. Zu den Nebenkosten führte Andreas Paasch aus, dass sie in den letzten Jahren relativ konstant waren, doch seien mit der Reform der Grundsteuer Veränderungen zu erwarten, über die noch keine verlässlichen Aussagen gemacht werden können.

Daniel Kirsch setzte den Bericht des Vorstands mit den Bauaktivitäten der HBH fort. Er berichtete über den aktuellen Stand der Quartiersentwicklungen in Barmbek-Süd, Barmbek-Nord und Borgfelde. Zum Abschluss ihrer Ausführungen betonten Daniel Kirsch und Andreas Paasch, dass die HBH ihre solide und erfolgreiche Unternehmenspolitik im Sinne der Mitglieder und als verlässliche Geschäftspartnerin fortsetzen wird. Besonderen Dank sprach der Vorstand den Hausverwaltern aus, die trotz des Corona-Ansteckungsrisikos täglich in persönlichem Kontakt zu den Mitgliedern stehen.

Anschließend übernahm der Aufsichtsratsvorsitzende Peter Axmann das Wort und wies auf die Bedeutung der Vertreterversammlung als höchstes Organ der Genossenschaft hin. Er bedankte sich ausdrücklich bei allen anwesenden Vertreterinnen und Vertretern, dass sie an der Versammlung teilnehmen und ihre Aufgaben wahrnehmen. Im Namen des Aufsichtsrates lobte Peter Axmann das sehr gute Geschäftsergebnis und die planmäßig verlaufenden Bauvorhaben: „Gerade bei der Entwicklung des Wohnungsbestandes zeigen sich die Stärken der HBH: zeitgemäß, bezahlbar und zukunftsfähig.“ Peter Axmann und Joachim Habermann erläuterten anschließend die Tätigkeiten des Aufsichtsrates in den Ausschüssen.

Da der Aufsichtsrat unter den Corona-Sonderregelungen den Jahresabschluss bereits im Juni festgestellt hatte, entfiel dieses Mal der Tagesordnungspunkt für die Vertreterversammlung. Sie fasste aber wie vorgesehen die für das Geschäftsjahr 2019 erforderlichen Beschlüsse: die Verwendung des Bilanzgewinns bzw. die Ausschüttung der Dividende, die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat und die Wahlen zum Aufsichtsrat. Die Aufsichtsratsmitglieder Ruth Breiholdt und Birgit Walter-Gothknecht schieden turnusgemäß aus und standen zur Wiederwahl bereit. Nach der Wahl durch die Vertreterinnen und Vertreter setzt sich der Aufsichtsrat unverändert zusammen. Die Dividende in Höhe von 4 Prozent auf das eingezahlte Geschäftsguthaben wurde wenige Tage nach der Versammlung an die Mitglieder ausgezahlt.