Baustellenbericht

Leichte Verzögerungen

Längere Ausführungszeiten müssen jetzt auch auf den Baustellen der HBH in Kauf genommen werden. Nicht immer liegt es an Material-knappheit oder Kapazitätseng-pässen der Bau- und Handwerksbetriebe. Auch Abstimmungen mit den Genehmigungsbehörden oder die ungewisse Situation bei der KfW-Förderung für energieeffiziente Gebäude führen zu Verzögerungen. Bei welchen Projekten es gut vorangeht und an welchen Stellen Sand im Getriebe spürbar wird, lesen Sie auf den folgenden Seiten.

QUARTIERSENTWICKLUNG BORGFELDE

Letzter Neubauabschnitt wird ab Herbst vermietet

Seit sechs Jahren wird das HBH-Quartier in Borgfelde Stück für Stück umgestaltet. Durch die große Akzeptanz und Umzugsbereitschaft der betroffenen Mitglieder konnten die einzelnen Bauabschnitte schneller fertiggestellt werden als ursprünglich geplant.

Zurzeit laufen beim Neubau in der Bürgerweide 69 und 73 die Installation der Haustechnik und die Fassadenarbeiten auf Hochtouren. Noch Ende dieses Jahres könnte das Gebäude bezogen werden, sofern die Baumaterialien weiterhin verfügbar sind. Die Vermietung der 35 öffentlich geförderten und 21 frei finanzierten Wohnungen startet im Herbst. Die HBH investiert in diesen Bauabschnitt rund 20,5 Millionen Euro.

In der Bürgerweide 77 a-d ist der Modernisierungsabschnitt mit 42 Wohnungen so gut wie fertiggestellt. Nach einem Jahr Bauzeit werden die Wohnungen im August an Mitglieder, die in das Quartier zurückkehren, und an neue Mitglieder übergeben. Die Investition in diesen Projektabschnitt beträgt rund 6,4 Millionen Euro.

Ansprechpartnerin bei der HBH:
Svenja Schumacher
Tel. 29909-119
schumacher@hanseatische.de

QUARTIERSENTWICKLUNG BARMBEK-SÜD

KfW-Förderung steht noch aus

Wie in Borgfelde wird auch das Quartier im Bereich Sentastraße, Ortrudstraße und Lohkoppelstraße in den kommenden Jahren fit für die Zukunft gemacht. Die Planungen laufen bereits seit 2015. Direkt zu Beginn wurden die im Quartier wohnenden Mitglieder nach ihren Wohnungs- und Ausstattungswünschen befragt. Die Vorschläge wie Familienwohnungen, Aufzüge, Schallschutz, Parkplätze und geringer Energieverbrauch flossen in das Entwicklungskonzept ein. Bis zum Jahr 2030 sollen 111 Wohnungen modernisiert und 154 Wohnungen durch Neubauten ersetzt werden. 75 Prozent der Neubauwohnungen sollen mit öffentlicher Förderung errichtet werden.

Baustart war 2020. Zwei Vollmodernisierungen in der Ortrudstraße 2-10 und 23-31 mit 83 Wohnungen sind abgeschlossen. Beim dritten Abschnitt, einem Neubau mit 42 öffentlich geförderten Wohnungen, geriet das Vorhaben nun ins Stocken. Bereits Anfang 2022 sollte es losgehen.

Zunächst verzögerte sich die Baugenehmigung für den Neubauabschnitt, da nachträglich die Tiefgarage und der Fernwärmeanschluss umgeplant werden mussten. Dann änderten sich im Januar die Förderbedingungen für KfW-Effizienzhäuser: Der Neubau, der als Effizienzhaus 55 geplant war, hatte keine Aussicht mehr auf Fördermittel. Um erneut einen Förderantrag stellen zu können, wurde das Gebäude durch den Einsatz effizienterer Dämmstoffe auf ein KfW-Effizienzhaus 40 ee verbessert. Am 20. April wurde das Förderprogramm für energieeffiziente Neubauten wieder aufgenommen. Der Antrag der HBH ging noch bei der KfW ein, die bereits nach drei Stunden das Portal wieder schloss, da die bereitgestellten Mittel erschöpft waren. Ein Bescheid, ob die HBH die beantragten Mittel erhält, stand bei Redaktionsschluss der HBH Aktuell noch aus.

Der Baubeginn ist jetzt für Herbst 2022 vorgesehen. Aktuell laufen Abstimmungsgespräche mit den Mitgliedern in den Bestandsgebäuden Sentastraße 13-23 und Lohkoppelstraße 67+69.

Zunächst werden die Versorgungsleitungen der Fernwärme verlegt, bevor die Bestandsgebäude abgebrochen werden. Anschließend kann der Neubau mit 42 öffentlich geförderten Wohnungen und dem ersten Abschnitt der Tiefgarage mit 21 Stellplätzen errichtet werden. Das geplante Investitionsvolumen beträgt 14,9 Millionen Euro. Mit der Fertigstellung wird im zweiten Halbjahr 2024 gerechnet, sofern Baumaterial und 
Arbeitskräfte verfügbar sind. Die neuen Wohnungen stehen vorrangig Mitgliedern zur Verfügung, die für die Modernisierungen oder den Neubau ihre bisherige Wohnung aufgegeben haben.

Da die zukünftige Ausgestaltung der KfW-Förderung noch nicht feststeht, ist der Baustart für die nächsten geplanten Neubauabschnitte nicht absehbar. Die HBH setzt alles daran, die ursprüngliche Planung umzusetzen, die den Mitgliedern aus dem Quartier vorgestellt wurde. Dank ihrer vorbildlichen Unterstützung konnte das Vorhaben bisher so weit vorankommen. Auch an den vorgesehenen Mietkonditionen möchte die HBH festhalten, die allerdings wesentlich von den Förderbedingungen abhängen.

Ansprechpartnerin:
Svenja Schumacher
Tel 29909-119
schumacher@hanseatische.de

MODERNISIERUNG IN OLDENFELDE

Vier Wochen im Rückstand

In der Wolliner Straße werden 93 Wohnungen aus den 1980er-Jahren energetisch modernisiert. Zu den Baumaßnahmen zählen u. a. der Austausch der Fenster sowie die Dämmung von Fassaden- und Dachflächen. Baustart war im März 2021, der erste Abschnitt wurde Ende letzten Jahres fertiggestellt. Beim zweiten Modernisierungsabschnitt ist die Erneuerung der Fenster abgeschlossen. Doch aufgrund fehlender Materialien für die Arbeiten am Dach und der Fassade kommt es bisher zu einer Verzögerung von etwa vier Wochen. Die Fertigstellung ist dennoch für Ende 2022 vorgesehen. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die Mitglieder der Wohnanlage für ihre Unterstützung.

Modernisierung Barmbek-Süd

Startschuss im Juni gefallen

Der Baustart war für März geplant. Die Baugenehmigung verzögerte sich jedoch, da die Anwendung der „Sozialen Erhaltungsverordnung“ auch beim Bezirksamt zu Verunsicherungen führte. Nun ist der Weg frei für die energetische Modernisierung des HBH-Quartiers Damerowsweg, Alter Teichweg und Reyesweg.

Die Wohnanlage mit 113 Wohnungen wurde in den 1950er-Jahren gebaut. Die Fassade entlang der Straße erhielt bereits Anfang der 2000er-Jahre ein Wärmedämmverbundsystem. In den kommenden Monaten werden die Hoffassade und das Dach gedämmt, die Fenster ausgetauscht und vorgestellte Balkone errichtet. Im Zuge der Baumaßnahmen wird außerdem für jede Wohnung ein zweiter Rettungsweg sichergestellt. Dazu werden zwei Dachgeschosswohnungen zusammengelegt und einige Balkone mit einer Spindeltreppe bis ins Erdgeschoss verbunden.

Durch die verspätete Baugenehmigung wird die Projektumsetzung bis voraussichtlich Ende 2022 dauern.