Draußen spielen

Was bei der HBH geht – und was nicht

Was bei der HBH geht – und was nicht Das Bobbycar rutscht quietschend durch den Innenhof, ein Fußball landet im Blumenbeet, das Abschalten auf der Terrasse will nicht gelingen – gerade wenn mehrere Generationen unter einem Dach leben, sind unterschiedliche Ansichten über Lautstärke und Ruhebedürfnis normal. Mit unseren Spielplätzen und Außenanlagen schaffen wir Orte für junge Familien und ältere Menschen, an denen man sich begegnet und austauscht. Damit alle Nachbarinnen und Nachbarn zu ihrem Recht kommen und sich wohlfühlen, möchten wir um gegenseitige Rücksichtnahme und Verständnis füreinander werben.

Durch Spielen hervorgerufene Geräusche sind ein selbstverständlicher Ausdruck kindlicher Entfaltung, die nicht generell unterdrückt oder beschränkt werden sollten. So hat der Bundesgerichtshof (BGH) in einem Urteil (AZ V ZR 62/91) entschieden, dass lautes Spielen „als Begleiterscheinung kindlichen und jugendlichen Freizeitverhaltens“ hinzunehmen ist. Dies findet jedoch dort seine Grenzen, wo Eltern ihre Aufsichtspflicht verletzen und die Spielgeräusche nicht mehr sozialadäquat sind. Gleichzeitig müssen Kinder ihrem Alter entsprechend lernen, sich in die Gesellschaft einzufügen und Rücksicht auf die unterschiedlichen Bedürfnisse ihrer Mitmenschen zu nehmen. Geraten Nachbarn immer wieder in einen Konflikt über lautes Spielen und Ruhezeiten, hilft oft schon ein klärendes Gespräch. Es ist ein erster Schritt, die Sicht der anderen zu verstehen. Müssen Eltern ihre Kinder aus Angst vor Beschwerden immer wieder ermahnen, leise zu sein, liegen schnell die Nerven blank. Vielleicht finden Sie gemeinsam bei einer Tasse Kaffee eine Lösung, die für alle funktioniert? Zum Beispiel sind die Bewohnerinnen und Bewohner der unteren Wohnungen von dem Spielen in der Außenanlage etwas mehr betroffen, als die der oberen Wohnungen. Manche möchten sich in der Mittagszeit gerne einmal hinlegen. Dies bedeutet nicht, dass während der Mittagszeit nicht draußen gespielt werden darf – nur eben etwas leiser als üblich. Vielleicht kann man aber auch eine Stunde warten und nach der Mittagszeit draußen spielen. Anders verhält es sich beim Fußballspielen auf den Rasenflächen zwischen und hinter den Häusern. Dies untersagt unsere Hausordnung. Wir wollen verhindern, dass Anpflanzungen und Rasenflächen sowie Gebäude und Fensterscheiben Schaden nehmen. Auch die Rücksicht auf alle Bewohner spielt hier eine Rolle. Wer sich auf seiner Terrasse, auf dem Balkon oder in der Wohnung ausruhen und erholen möchte, fühlt sich durch Fußballlärm im Innenhof gestört. Fliegt dann noch ein Ball ins eigene Beet oder auf die Terrasse und muss von Kindern wieder hervorgeholt werden, ist es mit der Ruhe endgültig vorbei. Darum bitten wir alle Eltern, ihre Kinder darauf hinzuweisen, die anliegenden öffentlichen Grünflächen zum Bolzen zu nutzen. Selbstverständlich sind die Rasenflächen für das „übliche“ Kinderspielen freigegeben.

BITTE DIE RUHEZEITEN BEACHTEN!

Die Ruhezeiten sind in der Hausordnung der HBH festgelegt. Sie gelten von 13 bis 15 Uhr und von 22 bis 7 Uhr (an Sonn- und Feiertagen bis 9 Uhr).