VERTRETERVERSAMMLUNG 2017

Generationsübergreifender Werterhalt wird fortgesetzt

Auf der Vertreterversammlung im Hotel Grand Elysee am 8. Juni 2017 standen die Ergebnisse der Mitgliederbefragung aus 2016 im Fokus. 38 Vertreterinnen und Vertreter waren der Einladung von Vorstand und Aufsichtsrat gefolgt, ließen sich über die Ereignisse des Vorjahres und die geplanten Aktivitäten umfassend berichten und fassten die nach der HBH-Satzung erforderlichen Beschlüsse zum Jahresabschluss 2016.

Der Vorstandsvorsitzende der HBH, Daniel Kirsch präsentierte in seinem Vorstandsbericht zunächst die Ergebnisse der Mitgliederbefragung, die Mitte 2016 durchgeführt worden war. Die Umfrage zeigte insgesamt eine sehr hohe Zufriedenheit mit der HBH. In Workshops diskutierten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Anregungen und kritische Rückmeldungen der HBH-Mitglieder und erarbeiteten Lösungsansätze. Dem Wunsch nach mehr Sicherheit wird beispielsweise durch ein schlüsselloses Hauszugangssystem nachgekommen. Dazu werden in allen HBH-Wohnanlagen schrittweise die Schließanlagen für Haustüren, Keller und Dachböden umgerüstet. Die Bewohner erhalten einen sogenannten PACO-Clip, mit dem die Türen geöffnet werden können und der bei Verlust sofort gesperrt werden kann.

Um der großen Nachfrage nach Unterbringungsmöglichkeiten für Fahrräder, Kinderwagen oder Rollatoren zu begegnen, werden verstärkt Abstellflächen in den HBH-Wohnanlagen ermittelt. Da die räumlichen und baurechtlichen Gegebenheiten sehr unterschiedlich ausfallen, müssen jeweils individuelle Lösungen entwickelt werden.

Als sehr erfreulich wertete Daniel Kirsch die Antwort zu den laufenden Großinstandhaltungen und zur schnellen Reparaturabwicklung. Das Engagement vermittle den Befragten ein gutes Gefühl: „Die HBH kümmert sich.“ Daniel Kirsch hob noch einen weiteren Kernsatz aus der Befragung hervor, der die hohe Mitgliederzufriedenheit widerspiegelt: „Die Mieten bei der HBH sind fair.“ Dies sei nicht nur ein Gefühl, so Daniel Kirsch, sondern auch eine Tatsache. Mit einer Durchschnittsmiete von 6,02 €/m² netto-kalt liegt die HBH weit unter dem Niveau des Hamburger Mietenspiegels. Bei Neuvermietungen wurden 2016 rund 84 % der Wohnungen für unter 7,00 €/m² netto-kalt vergeben.

Die Investitionen in den Wohnungsbestand waren 2016 sehr ausgewogen. Insgesamt investierte die HBH 30,9 Mio. €, davon 35 % in die Instandhaltung, 22 % in die Modernisierung und 43 % in den Neubau. Bevor Daniel Kirsch das Wort an seinen Vorstandskollegen Andreas Paasch übergab, betonte er die positive Resonanz bei der Umgestaltung des Quartiers Bürgerweide. Das Konzept, das eine Modernisierung von zwei Dritteln der vorhandenen Wohnungen und ein Drittel Ersatzneubau vorsieht, werde von den Bewohnern sehr gut mitgetragen.

Vorstandsmitglied Andreas Paasch ging in seinem Bericht auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der HBH ein. Das Anlagevermögen ist durch Ankäufe und die rege Bautätigkeit erheblich gestiegen. Finanziert werden die Maßnahmen überwiegend aus Eigenmitteln der Genossenschaft. Dadurch erreichte die Eigenkapitalquote 2016 einen Höchststand von 48,6 %. Bei den Darlehen wurden insbesondere KfW-Fördermittel für Energieeffizienz-Maßnahmen in Anspruch genommen. Schwerpunkt der Investitionen sei nach wie vor der generationsübergreifende Werterhalt, so Andreas Paasch. Trotz der guten wirtschaftlichen Situation der HBH seien Anpassungen der Nutzungsgebühren an den Mietenspiegel erforderlich. „Den finanziellen Spielraum nutzen wir für neue Investitionen in den Wohnungsbestand, die wiederum unseren Mitgliedern zugute kommen.“ So sind 2017 für Neubau und Modernisierung rund 20,6 Mio. € vorgesehen, für die Instandhaltung etwa 10,3 Mio. €. Zum Abschluss seines Vortrages unterstrich Andreas Paasch, dass die HBH ihre erfolgreiche Geschäftspolitik fortsetzen und ihren Mitgliedern weiterhin ein verlässlicher Partner sein wird.

In seinem Bericht des Aufsichtsrates erläuterte Peter Axmann ausgewählte Zahlen des Jahresabschlusses 2016. Dabei lobte er insbesondere das erhebliche Ausmaß der baulichen Aktivitäten und ihre engagierte Abwicklung. Als Beispiel hob er die Quartiersentwicklung Bürgerweide hervor. Die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Mitgliedern, die über die nächsten Jahre von den umfangreichen Bauarbeiten betroffen sind, zeige, dass die genossenschaftliche Idee immer noch zeitgemäß ist. Sie habe sich zudem in den letzten 100 Jahren als ausgesprochen krisenfest und konkurrenzfähig erwiesen, so Peter Axmann.

Das Aufsichtsratsmitglied Joachim Habermann berichtete als Vorsitzender des Bauausschusses über den Umgang mit Gebäudeschäden, die erst während der Sanierung entdeckt wurden. Sowohl als Architekt als auch als Aufsichtsratsmitglied begrüße er die professionelle Vorgehensweise der HBH und die Priorisierung der Mitgliederbelange.

Nach den Berichten von Vorstand und Aufsichtsrat standen die Beschlüsse zum Geschäftsjahr 2016 auf der Tagesordnung: Der Jahresabschluss 2016 wurde von der Vertreterversammlung einstimmig festgestellt, ebenso wie die Auszahlung einer Bardividende in Höhe von 4 % auf die Geschäftsguthaben der Mitglieder. Vorstand und Aufsichtsrat wurde jeweils einstimmig von der Vertreterversammlung Entlastung erteilt. Die turnusmäßig ausscheidenden Aufsichtsratsmitglieder Ruth Breiholdt und Birgit Walter-Gothknecht wurden wiedergewählt, sodass der Aufsichtsrat seine Arbeit in unveränderter Zusammensetzung fortführt.

Der Aufsichtsrat, Zusammensetzung nach der Vertreterversammlung am 8. Juni 2017

Peter Axmann – Vorsitzender
Bankkaufmann

Joachim Habermann – stellv. Vorsitzender
Architekt

Birgit Walter-Gothknecht – Schriftführerin
Betriebswirtin

Andreas Hunck – stellv. Schriftführer
Garten- u. Landschaftsarchitekt

Ruth Breiholdt
Rechtsanwältin

Eckhard Schönknecht
PR-Berater

Zum Download des Geschäftsberichtes 2016